Bison Race: Extreme Form der Teambildung in R Group

14.08.2018

Das Wochenende mit R Group ist immer beeindruckend und unvergesslich. Am Sonntag – am 12. August – hat das Team aus elf Waghalsigen eine extreme Strecke auf Bison Race überwunden. Wie viele Binden wurden wegen der Armverletzungen verwendet, warum wird Pinocchio nicht mehr mit einer Märchengestalt assoziiert und wie gingen die Mitarbeiter am Montag zur Arbeit? Die Teilnehmer selbst berichten von Ereignissen.

Der Morgen beginnt nicht mit Kaffee, sondern mit der Vorbereitung zu Bison Race. Also Morgen eines Siegers! Für das Team von R Group begann der Wettlauf um 13.30. Nach drei Stunden passierten wir das Ziel: Wir haben mehr als 7 Kilometer und 33 Hindernisse überwunden. Die Teilnehmer offenbaren, dass sie vieles erlebt haben: Lauf, Wasserhindernis, zwei Arten von Dreck, schwere Sandsäcke, Trampoline und viele, sehr viele Hangelstrecken!

Das Team hat die Top 3 der schwierigsten Hindernisse ausgewählt:

1.  Pinocchio

Es gibt 2 Stiele und ein 4 m langes Brett mit Löchern, das man überwinden muss, ohne dabei den Boden zu berühren. Man muss es bis zum Ende schaffen, indem man Stiele verstellt. Geht es schief? Dann muss man 30 Burpees machen!

2.  Fatality

Man muss die Hindernisstrecke mit Ringen, Röhren und aufgehängten Balken überwinden. Den Boden darf man wieder nicht berühren. Geht es schief? Dann muss man 30 Burpees machen!

3.  Combo

Auf dem Rahmen sind Seile und Scheiben aufgehängt. Dadurch muss man auf die andere Seite gelangen. Geht es schief? Dann muss man 30 Burpees machen!

Für R Group war das die ungewöhnlichste Teambildung. Das Team hat die Strecke nicht gegen die Zeit überwunden. Damit wollten wir unsere Ausdauer und körperliche Verfassung prüfen und die Teamarbeit organisieren.

Ohne unser Team würden wir sogar die halbe Strecke nicht überwinden. Wir liefen wenig, denn die Zeit spielte für uns keine Rolle, wir gingen mehr. Die Teams, die Medaillenplätze belegen wollten, liefen nach jedem Hindernis, und das war sehr schwer. Das waren ausgebildete Teams, die Profisport treiben. Und wir sind Amateure. Und wenn man sich ein Ziel setzt – also am Barren turnt, läuft, Klimmzüge und Liegestütze macht, dann bewältigt man alle Hindernisse selbständig ohne zusätzliche Unterstützung“, erzählt Nastja Sankewitsch.

Dabei hatten wir keine bestimmte Taktik oder Strategie. Unser Ziel bestand darin, einander zu helfen. Die Teilnehmer dürfen nicht das Hindernis überwinden und dann zurückkehren und anderen helfen. Deshalb halfen die stärksten Teammitglieder schwere Hindernisse zu bewältigen und nahmen die Rolle der Hintermänner an. Unser Team ist groß, also brauchte man mehr Geduld und Aufmerksamkeit.

Wenn das Team groß ist, dann wird auf dem Hindernis selbst ein großer Stau gebildet. Es wäre viel bequemer, die Strecke mit einem Team aus 5-6 Mitgliedern zu überwinden. Jemand schafft es schneller, jemand langsamer, und man muss ständig auf diejenige aufpassen, die nachbleiben oder voran sind, da wir gemeinsam die Hindernisse bewältigen und gemeinsam das Ziel passieren müssen“, so Artjom Zotow.

Artjom nahm schon im Jahre 2015 an Bison Race teil. Damals wurde der Hindernislauf in Schodino organisiert, es war mehr Dreck und weniger Hangelstrecken.

Im Jahre 2015 schlag mir mein Freund vor, sich an Bison Race zu beteiligen. Er sagte nur über die Hindernisstrecke und versprach, dass es cool würde! Und ich sah damals kein Video und erkundigte mich nicht nach der Liste von Hindernissen, ich kam einfach an“, erzählt Artjom Zotow. „Zuerst war es sehr interessant: zehn Burpees beim Start, Haufen von Stroh. Und dann musste man ein Hindernis überwinden, genauso wie in diesem Jahr: Die Aufgabe bestand darin, einen 15 Kilo schweren Sandsack bergauf und bergab zu befördern. In diesem Moment dachte ich darüber, dass ich bald am Ziel kam. Nun ging es erst richtig los. Nach dem Hindernislauf war ich so müde, dass ich das Wort gab, nie wieder an Bison Race teilzunehmen. Trotzdem entschloss ich mich dazu, denn ich verstand, dass es für mich ein Impuls wird, zu trainieren und zum Weltlauf vorzubereiten. Für mich war das wie Fallschirmsprung: Zum zweiten Mal war es schwieriger, ich war mehr aufgeregt als andere, die zum ersten Mal daran teilnehmen, weil ich über die Hindernisse wusste. Ich machte minimale Übungen: Übungen am Reck, Lauf, Liegestütze, Bauchmuskelübungen.

Alexander Petraschkewitsch sagt, dass er während des Hindernislaufs ständig einen brennenden Durst gehabt und unter Wadenschmerzen gelitten habe. Und obwohl er ähnliche Hindernisstrecken beim Militärdienst überwunden hatte, nahm er am solchen Wettbewerb zum ersten Mal teil:

Hier sind die Herausforderungen so schweißtreibend. Solche Strecken kann man bei der Vorbereitung der Sondereinheiten verwenden. Aber ich würde mit großer Freude noch einmal an Bison Race teilnehmen. Hier braucht man starke Arme und Bauchmuskulatur. Mir war es schwer, weil ich hoch von Wuchs bin: Es ist nicht so leicht, die Beine bei kleiner Höhe aufgehoben zu halten.“

Die Strecke prüft die Ausdauer nicht nur während der Überwindung von Hindernissen. Zum Beispiel lag ein Teil der Strecke neben dem Wakepark, wo die Leute während des Wettbewerbs erholten und im See schwammen. Eine ruhige Erholung im Freien war so lockend.

Außer 11 Teilnehmern waren fast bei der ganzen Strecke die Fans von R Group dabei! Auf jeder Teilstrecke halfen sie mit Worten der Ermutigung, kaltem Trinkwasser und... Binden! Metallrecke und aufgewärmte nasse Hände gaben keine Chance, Krafthindernisse glatt zu überwinden. Deshalb war "der Rettungsdienst von R Group“ sehr nützlich. Die Kollegen legten Verbände an Armen an, die die Teammitglieder blutig geschürft hatten.

Das Team bewältigte alle 33 Hindernisse und erreichte das Ziel zusammen, dabei fassten sich die Mitglieder an den Händen. Elf Menschen überwanden die Strecke, sie stützen sich aufeinander im direkten und übertragenen Sinn. Der Mannschaftswettlauf Bison Race ist so organisiert, dass ein Einzelner das nicht schaffen kann. Viele Hindernisse sind auf Einigung und gegenseitige Hilfe orientiert. So ist die Zielerreichung das Verdienst jedes Teilnehmers!

Zur Erinnerung an einem extremen Wettlauf bleiben uns Schürfwunden, blaue Flecke und sehnliche Medaillen! Trotz der kleinen Verletzungen kamen alle am Montag zur Arbeit. Weil die Eindrücke und Emotionen vom Wettbewerb stärker sind! Es ist kein Wunder, dass man sich am Montag an den Sonntagsevent erinnerte und dass die Mitarbeiter auf jedem Bürostock über „diesen Wettlauf“ erzählten.

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  • P.S. Wir tranken ca. 20 Wasserflaschen aus, verwendeten 2 Verbandpäckchen und aßen nach dem Wettbewerb verdiente 20 Burgers!